Ausbildungszentrum in Kigaaga im Distrikt Hoima (Uganda)

Ausbildungszentrum in Kigaaga im Distrikt Hoima (Uganda)

Im Rahmen unseres Kigaaga Environmental Education Projects (KEEP) unterhalten wir seit mehreren Jahren ein Ausbildungszentrum in Kigaaga und bieten den zehn umliegenden Primarschulen Unterrichtseinheiten und andere Aktivitäten zu Umweltschutz-Themen an.

Was wir tun:
  • Demonstrations-Baumschule beim Ausbildungszentrum: In unserem Ausbildungszentrum in Kigaaga wurde eine Demonstrations-Baumschule eingerichtet, um Gemeinschaftsmitgliedern und Schulkindern zu zeigen, wie man Baumsamen zieht und die Baumsetzlinge pflanzt. Dies soll die Mitglieder der Gemeinschaft und die Schulkinder, die das Bildungszentrum besuchen, mit den grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten ausrüsten, um verschiedenen Pflanzen zu ziehen. Im Jahr 2016 wurden knapp 10’000 Sämlinge gezogen, davon 7’200 Eukalyptusbäume, 1’978 Markhamia, 468 Caliandra und 300 Coffea robusta. Diese Setzlinge wurden anschliessend in der Gemeinschaft verteilt. Auch verschiedene Gemüse wie Tomaten, Kohl, Aubergine und Okra wurden hier gezogen und ebenfalls an die Gemeinschaftsmitglieder verteilt.

Tomaten im Schaubeet des Ausbildungszentrums (links). Eine Baumschule in der God Provides Primary School (rechts).

  • Roots & Shoots Mobile Education: Das Team um Umar Tumwine führt Mobile Education in allen zehn Primarschulen von Kigaaga durch. Dabei wurden 5’282 Schüler (50.6 % Mädchen) erreicht. Während dieser Tätigkeit lag der Fokus darauf, den Schülern und Lehrern die Bedeutung der Schimpansen und ihres Verhaltens näher zu bringen und die bedrohlichen Konsequenzen der Entwaldung verständlich zu machen. Audiovisuelle Hilfsmittel wurden verwendet, um das Bewusstsein zu schärfen und das Lernen des Stoffes zu erleichtern. Die gezeigten Videos informierten über die Grossen Menschenaffen. Ihr Fortbestand ist bedroht durch die zunehmende Zerstörung des Lebensraums, Wilderei mit Schlingenfallen und Buschfleischhandel. Diese Bedrohungen einzudämmen gehört zu den dringlichsten Aufgaben zum Schutz dieser Tiere.
  • Forest Walk„: Über 60 Schüler der verschiedenen Schulen hatten die Möglichkeit, mit unseren Mitarbeitern auf einen sogenannten „Forest Walk“ zu gehen. Normalerweise gehen die Kinder nie in den Wald und kennen diesen daher gar nicht. Der Wald gilt als potentiell gefährlicher Ort. Er wird als etwas eher Negatives empfunden und daher auch nicht als schützenswert erachtet. Weil sie in der Mobile Education und über das Roots & Shoots Programm mehr über die Bedeutung dieses Ökosystems erfahren, verändert sich auch ihre Wahrnehmung gegenüber dem Wald, seiner Tierwelt und deren Nutzen.

Baumschulen in den Primarschulen: In allen 10 Grundschulen wurden Baumschulen eingerichtet. Im Januar 2016 wurden zehn Kilogramm Samen (5 kg Eucalyptus spp. und 5 kg Markhamia ssp.) von der Samenzentrale der Nationalen Forstbehörde (NFA) gekauft und an die Schulen verteilt. Mindestens 32’230 Baumsämlinge konnten gezogen werden, und davon wurden 31’490 Setzlinge während der Regenzeit im Oktober und November 2016 gepflanzt. Bis Ende Jahr haben mehr als 70% der Setzlinge überlebt. Diese Tätigkeit zielt darauf ab, die Schulen zu befähigen, ihr eigenes Bauholz zu produzieren. Dies würde auf lange Sicht den Druck auf die natürlichen Wälder reduzieren und die Regeneration der Bäume im Wambabya-Bugoma Waldkorridor erleichtern.