Auffangstation Tchimpounga

Auffangstation Tchimpounga 

 

Die Tchimpounga Auffangstation nahm ihren Betrieb 1992 mit 25 Schimpansen auf, die vorher unter furchtbaren Bedingungen in Zoos gelebt hatten. Heute ist Tchimpounga mit rund 140 Schimpansen die grösste Schimpansen-Auffangstation Afrikas. Sie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Aufklärungsarbeit, nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsprogramme für die Menschen der Region miteinschliesst. Denn Schimpansen können nur dann effizient geschützt werden, wenn auch die Menschen davon profitieren.

 

 

Die meisten Schimpansen hier wurden Opfer des illegalen Wildtierhandels. Sie wurden als Kinder aus den Armen ihrer Mütter und aus ihren Wäldern gestohlen, viele fristeten unter unwürdigen Bedingungen ein einsames Dasein. Hier in Tchimpounga bekommen sie eine zweite Chance auf ein artgerechtes Leben.

Die Schimpansen, die neu nach Tchimpounga kommen, sind stark traumatisiert. Sie haben ihr gesamtes soziales Umfeld sowie ihr Leben im Wald verloren. Was sie dabei erlebt haben, können wir nur vermuten. Sie werden als erstes nach Bedarf medizinisch und psychisch versorgt. Kleine Kinder bekommen eine menschliche Ersatzmutter, eine erfahrene Tierpflegerin, zu der sie eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen können und die sich 24/7 um sie kümmert.

 

 

Grössere Tiere werden sorgfältig in die bestehenden Schimpansengruppen integriert. Die Bildung verträglicher Gruppen ist für die Tierpfleger eine grosse Herausforderung, denn für eine gute Gruppendynamik braucht es die richtige Mischung von Männchen und Weibchen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten.

Die Schimpansen leben in der Hauptstation oder auf einer der drei Inseln im Fluss Kouilou. Dort können sie tagsüber in grossen Gruppen frei im Wald umherstreifen. Der Wald produziert allerdings nicht genügend Nahrung für so viele Schimpansen, so dass die Tiere täglich zugefüttert werden. Zurzeit werden Abklärungen für eine mögliche Auswilderung dieser Tiere getroffen.

 

 

Tchimpounga beherbergt bei Bedarf ausserdem auch andere Tierarten – etwa Blaumaulmeerkatzen, Mandrills, Schuppentiere und Graupapageien. Diese werden sobald als möglich sorgfältig ausgewildert. 

„Man hat mir damals abgeraten, mich auf Schimpansenwaisen einzulassen“, sagt Jane Goodall rückblickend, „aber für mich war das keine Frage. Ich konnte einer ausgestreckten Hand nicht einfach meinen Rücken zukehren. Diese bittenden Augen, diese mitleiderweckenden, schlecht ernährten Körper – so kam es zur Gründung unserer Auffangstationen.“

 

 

Indem wir in Tchimpounga gewilderten Schimpansen eine zweite Chance auf ein gutes Schimpansenleben geben – das zweitbeste mögliche -, gehen wir eine jahrzehntelange und kostspielige Verpflichtung ein. Schimpansen können bis zu 60 Jahre alt werden. Eine Wiedereingliederung in die Wildnis ist eine grosse Herausforderung, die jahrelange, sorgfältige Planung erfordert. Wir sind darum angewiesen auf Menschen wie Sie, die unsere wichtige Arbeit mit einer einmaligen oder mit wiederkehrenden Spenden unterstützen.

Mit einer Spende von 50 Franken beteiligen Sie sich am Kauf von 25’000 kg lokalem Obst und Gemüse – soviel verputzen die Tchimpounga-Schimpansen pro Monat!

Mit einer jährlich wiederkehrenden Spende von 200 Franken werden Sie symbolisch Patin oder Pate der Tchimpounga-Schimpansen wie Kabi, Wounda und Anzac. Sie erhalten regelmässig Nachrichten aus Tchimpounga und ermöglichen uns, die Auffangstation langfristig zu betreiben.

Herzlichen Dank!

 

Ja, ich möchte die Tchimpounga Auffangstation mit einer Spende unterstützen

 

Mambou lebt mit seinen Artgenossen im Wald auf der Insel Tchindzoulou